Nein

 

NEIN wurde im Herbst 1999 in einem Strandhaus in Dänemark geschrieben und im folgenden Jahr veröffentlicht. Es ist ein minimalistischer Text, der vom Nein lebt. Ständig verneinen die sieben Figuren einander, eine Tragödie ist das. Nein – eine Aussage wird inszeniert. Der Text ist eindeutig, aber nach einer Weile wird das Eindeutige aufgebrochen, das Nein setzt sich im eigenen Kopf fort, der Text dreht sich und die Worte werden zu Musik.

NEIN ist bisher noch nicht aufgeführt worden. Die Lyrikerin und Regisseurin Tone Avenstroup übernimmt es jetzt, dieses Schauspiel zu konkretisieren. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Kollegen, dem Bühnenbildner Worm Winther, konstituiert sie eine Neinbande mit neun Künstlerinnen und Künstlern in Berlin. NEIN ist das erste gemeinsame Theaterprojekt von Avenstroup und Winther seit ihrer Zeit mit dem norwegischen Theater- und Performancekollektiv BAK-TRUPPEN. Für die Musik dieser Inszenierung ist der Tarwater-Musiker Bernd Jestram zuständig. Neben ihm auf der Bühne steht Rex Joswig, der Sänger von Herbst in Peking, als die Figur Schwarz. Mit Margareth Kammerer (als Korinthe) und Aaron Snyder (als Apfel) wird das musikalische Quartett komplettiert. Ein stummes Quartett aus „schwarzen Schwänen“ kontrastiert die Musik.

Der Autor des Stückes Jörg-Michael Koerbl stammt aus der DDR und ist seit 1978 als Dramaturg, Regisseur, Autor und Schauspieler für verschiedene Theater tätig, u. a. für die Volksbühne, das Deutsche Theater Berlin und das Berliner Ensemble (Quelle: Pressetext „Nein“).

Mit: Aaron Snyder, Rex Joswig, Carola Lehmann, Margareth Kammerer, Ariane Sept, Silvia Koerbl. Musik: Bernd Jestram. Bühne: Worm Winther. Regie: Tone Avenstroup. Produktion: Tone Avenstroup.

Aufführungen im Ackerstadtpalast Berlin, Berlin, 2012 und Hausmania, Oslo, 2014.

Gefördert vom Arts Council Norway, mit freundlicher Unterstützung vom Theaterhaus Berlin / monoblock production.

Scenekunst_Rezension